Beratung in Bildungsfragen und pädagogische Beratung


Die Beratung in Bildungsfragen orientiert sich an einer klaren pädagogischen Ausrichtung nach den Unterrichtskonzeptionen von Heinrich Rombach, Theodor Litt, Carl Rogers und Andreas Gruschka.

Bildung verliefe nach Massgabe der alten septem artes liberales, die auf eine ganzheitliche Persönlichkeitsschulung in analytischer, genauso aber auch reflexiver Form abzielen und die den modernen Anforderungen gemäss in abgewandelter Form unterrichtet werden. Gefördert wird dabei das kritisch-individuelle Lernen an konkreten Projekten und Fragestellungen, im Vordergrund steht dabei die Entwicklung einer eigenständigen Urteilsfähigkeit des lernenden Subjekts und einer persönlichen Formierung durch die Arbeit an ausgewählten und exemplarischen Problem- und Fragestellungen, die eigentliche Bildung geschieht durch Begreifen und durch die Arbeit an einer bestimmten Sache, gefördert wird die Konzentration durch die Arbeit an einem ganz bestimmten materiellen Widerstand, an der Widerständigkeit und Widerspenstigkeit der Materie, die der Lernende überwinden kann oder zumindest einen Umgang mit dieser finden soll. Dadurch wird eine Durchdringung und Durchformung des noch Fremden erreicht, ein methodischer Zugang zu der äusseren und inneren Welt mittels eines synthetischen Erkenntniszugangs, gefördert wird das Verstehen von Zusammenhängen und ein phänomenologischer Umgang mit den Erkenntnisgegenständen, dadurch wird die soziale und umweltökologische Verantwortung stark in Vordergrund gerückt und an exemplarischen Fällen eingeübt. Es kann dadurch eine ethische und reflexive Persönlichkeitsbildung sich entfalten, die sich aus der Formierung in der Arbeit an Materialien und an Projekten ergibt und stark problem- und projektorientiert verläuft.

Der Unterricht ist weitestgehend interdisziplinär und vernetzt angelegt, an Fallbeispielen orientiert und kann dadurch ein vernetztes Denken und eine synthetische Erkenntnis im Unterricht vermitteln, dies immer auch neben den notwendigen analytischen Fähigkeiten, um ein Problem genau und detailreich zu erfassen. Dadurch sollen sich die Jugendlichen zu Persönlichkeiten entwickeln, die fähig sind, die Zusammenhänge und die komplexen Interdependenzen zu beurteilen, die notwendigerweise durchschaut werden müssen, um den Anforderungen und Problemstellungen gewachsen zu sein, die die technische und industrielle Moderne an die Menschheit stellen, und um diese zukünftig bewältigen zu können.

Die Hochschulstufe soll unmittelbar an die gymnasiale Ausbildung anschliessen und, auf diese aufbauend, eine berufsspezifische Ausbildung auf hohem Niveau vermitteln. Um dies zu erreichen, sollen die reflexiven Anteile durch ethisches Orientierungswissen ergänzt werden und zugleich eine gegenseitige Durchdringung des theoretischen Modelldenkens und der berufspraktischen praktischen Fähigkeiten erreicht werden. Dies soll mittels der Projektarbeit an Fallbeispielen geschehen, gleichzeitig soll aber auch die theoretische Reflexion, die philosophische und gesellschaftstheoretische Fundierung und die kritische Bewusstseinsbildung einen sehr hohen Stellenwert geniessen, dies der Zielsetzung angemessen, die auf der Tertiärstufe eine Ausbildung bieten will, die befähigt, verantwortungsvolle Funktionen in einer der gesellschaftlich wichtigsten Schlüsselbereichen einzunehmen, ist doch die mediale Vermittlung die vierte Gewalt in einer funktionsfähigen Demokratie.

Gerade die Medien haben die Aufgabe, für eine ausreichende Kontrolle der anderen drei Gewalten zu sorgen, sei es der Legislative und der Exekutive, sei es, wenn auch in eingeschränkterem Masse, der Judikative. Zudem sind alle gesellschaftlichen Schlüsselbereiche wie die Wirtschaft, die Politik und die Kultur von einer Vermittlung ihrer Intentionen über kommunikativen Techniken abhängig, wenn nicht sogar alle genannten gesellschaftlichen Bereiche wesentlich durch ihre Kommunikationsformen strukturiert und konstituiert werden. Daher ist es entscheidend, dass zukünftig gut ausgebildete Personen, die das Handwerk der medialen Vermittlung zu beherrschen gelernt haben, die Gestaltung der wichtigsten Bereiche unserer Gesellschaft und letztlich auch unserer Staatsform übernehmen und dies nicht nur in technokratischer Weise übernehmen.

Der Ausbildungsgang soll auf hohem Niveau ausgelegt werden und neben dem berufsspezifischen Wissen Kenntnisse der sozialen Systeme, der Medientheorien und der Kommunikationsmodelle solchermassen vermitteln, dass er einen beruflichen Horizont erzeugt, der zu einem gestalterischem Umgang mit den Medien befähigt. Daher sollen auch in besonderem Masse medienkünstlerische Teile und die theatrale und dramaturgische Praxis als Teil der Ausbildung integral berücksichtigt werden.

Die vier folgenden Kernkompetenzen sollten vermittelt werden:

1. die kulturtheoretische und die philosophisch fundierte reflexive Kompetenz in der Analyse der gesellschaftlichen und der ökonomischen Bedeutung medialer Ausdrucksformen und medialer Techniken als Teil des gesellschaftlichen und kulturellen Systems aber auch als System mit eigensinnigen Tendenzen (historisch vergleichendes Reflexionswissen)

2. die ästhetische Umsetzung des modellhaft gewonnenen Wissens (ästhetische Urteilsfähigkeit) und die Fähigkeit ethische Konsequenzen der medialen Darstellung abzuschätzen (ethische Urteilsfähigkeit)

3. die methodische Kompetenz in der Evaluation und der Entwicklung von Untersuchungs- und Forschungsansätzen, um Medien analytisch erfassen die Funktion der Medien auf menschliche Erkenntnis überhaupt ermessen zu können (epistemologisches Wissen)

4. die praxisbezogenen Kompetenzen im Umgang mit den Techniken der Herstellung, Darstellung, Vermittlung und Speicherung von Texten, Bildern und Tondaten im Umgang mit den Medien für unterschiedliche Berufsbereiche (medienpraktisches Orientierungswissen)